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Schmiede und Wanderschmiede

Der Topos des wandernden Schmiedes ist weit verbreitet, siehe die Ausstellungen unten. Zweifelsohne gab es ihn, siehe unten den King of Stonehenge sowie die offensichtliche Verbreitung metallurgischer Techniken, Gußformen und Produkte über weite Räume, die nur durch wandernde Schmiede erfolgt sein kann. Im Folgenden wird zusammengetragen, was auf wandernde Schmiede hinweist und was nicht.

Begriff und Kategorie

Etymologisch verbindet der Begriff Schmied ursprünglich die Holz- und Metallverarbeitung über das Arbeiten mit einem scharfen Werkzeug. 1)

Das Englische differenziert primär nach Farben:

  • Blacksmith als Eisenschmied
  • Brownsmith als Kupferschmied
  • Whitesmith als Zinn- und Zinkschmied
    • Tinker oder tinkerer als itinerant tinsmith
  • Goldsmith
  • Silversmith

Archäologisch werden Grablegen als 'Schmiedegrab' (allgemein: Handwerkergrab) gedeutet, wenn entsprechendes Werkzeug beigegeben wurde, weniger interpretierend und genauer wäre „Gräber mit Schmiedewerkzeugen“ (Michael Müller-Wille) bzw. „graves containing blacksmith´s tools“ (Thorleif Sjövold); unbenutzte Werkzeuge können auch als Zeichen für etwas anderes aufgefasst werden. Ein starkes Indiz sind osteopathische Gelenk- und Knochenbefunde mit Anzeichen schmiedetypischer Belastungen. Ein eher schwaches Indiz ist die Verwendung von Eisenschlacke und Raseneisenerz beim Bau des Grabes.

  • Jockenhövel, Albrecht
    Nemo nascitur artifex. Zum Kontext bronzezeitlichen Wissens.
    S.9–41 in: Spezialisierungen in der Bronzezeit: Archäologische Quellen und Modelle. Beiträge zur Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Bronzezeit auf der 83. Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung e. V. 18.-21. September 2016 in Münster 4 (2019): 9. Online
    Der Autor wertete 520 Handwerkergräber mit deren Beigaben aus und betont die „völlige Integration der beigesetzten Handwerker in die jeweilige örtliche bzw. regionale Tradition“ und nennt als einzigen Nachweis eines mobilen Handwerkers den „King of Stonehenge“ (s.u.)
  • Harald Meller, Roberto Risch, Ernst Pernicka (Hg.)
    Metalle der Macht - Frühes Gold und Silber
    6. Mitteldeutscher Archäologentag vom 17. bis 19. Oktober 2013 in Halle (Saale). Halle (Saale): Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, 2014.
  • Molloy, B., Mödlinger, M.
    The Organisation and Practice of Metal Smithing in Later Bronze Age Europe.
    J World Prehist 33 (2020) 169–232. DOI
    »(c. 1500–800 v. Chr. … Im Zentrum … steht der Metallhandwerker, der in der archäologischen Forschung unter anderem als Nomade, Teil der sozialen Elite, Schamane, und/oder als Außenseiter betrachtet wird, fast immer jedoch in einer zentralen Rolle bronzezeitlicher Gemeinschaften gesehen wird.« Die Autoren bemerken ein erhebliches Ungleichgewicht zwischen den zahlreichen erhaltenen Artefakte einerseits und Hinweisen auf deren Herstellungsort, -methode und -beteiligte andererseits für die späte Bronzezeit Europas (ca. 1500–800 v. Chr.). Der Metallschmied als zentrale Figur wurde in der Forschung gedeutet als Nomade, verachteter Außenseiter, Angehöriger der Elite, Vermittler von Reichtum, Schamane oder Vorläufer der Wissenschaft. Auch dies zeigt eine Ambivalenz zur zentralen sozialen Rolle des Schmieds. Diese Arbeit fokussiert auf den Kontext von Spuren der Metallbearbeitung im Produktionszyklus. Sichtbar wird dabei der Austausch zwischen verschiedenen Gewerken, Standorte der Werkstätten, Recycling. Die Autoren schließen daraus auf eine Metallverarbeitung, die alltäglich und gesellschaftlich sichtbar war und sozial integrierend wirkte.
  • B. Nessel
    Metallurgen im Grab
    Überlegungen zur sozialen Einstufung handwerklicher Spezialisten.
    S. 423-432 in: T. L. Kienlin, A. Zimmermann (Hg.): Beyond Elites. Alternatives to Hierarchical Systems in Modelling Social Formations. International Conference at the Ruhr-Universität Bochum, Germany, October 22-24, 2009. Universitätsforschungen zur Prähistorischen Archäologie 215, 2012.

Essen (Feuerstellen) und Schlackenhalden belegen, dass Schmiede außerhalb der Siedlungen tätig waren. Leben und arbeiten mussten sie dort, wo ihre Rohstoffe (Gediegene Metalle oder Erz, Zuschlagstoffe, Holzkohle, Wasser) in ausreichenden Mengen verfügbar waren, also in Fluss- und Waldnähe (→ Waldbewohner: Köhler). Zwar spricht auch die von der Esse ausgehende Brandgefahr gegen einen Standort innerhalb einer Siedlung, jedoch ist dies nicht zwingend mit einer sozialen Ausgrenzung verbunden. Die Oberharzer Bergbaustadt Wildemann führt ihre Gründung auf einen Wilden Mann zurück, der mit einer Wilden Frau in der Nähe eines Silbervorkommens lebte, das er erschlossen hatte.

  • waldschmied, m., Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23.

Der Druck zur Ortsveränderung steigt,

  • mit der Sättigung des Marktes, wenn also neue Abnehmer für Produkte gefunden werden müssen.
    Dieser Druck sinkt, wenn durch funktionelle Differenzierung Produktion und Handel getrennt werden, wenn also Fahrende Händler zu den Herstellern kommen und Produkte erwerben.
  • wenn der Aufwand, Rohstoffe herbeizuholen, zu groß wird.
    Dieser Druck sinkt, wenn durch funktionelle Differenzierung Transportsysteme verfügbar sind 2).
    Er sinkt außerdem weiter, wenn durch funktionelle Differenzierung die Verhüttung von Erzen getrennt erfolgt, so daß Vorprodukte (Barren, Masseln, engl. Ingot) geliefert werden können.

Metalle und Schmiede

Technisch ist das Schmieden kategorisiert als metallverarbeitendes Fertigungsverfahren der Umformtechnik, primäre Werkzeuge sind Hammer, Zange und Amboß, mit dem Schmelzen kommen Gussform und Gusslöffel hinzu. Sieben Metalle wurden bereits in prähistorischer Zeit verarbeitet: Kupfer etwa ab dem 9. Jahrtausend BC, Blei (7. Jtsd. BC), Gold (5. Jtsd. BC), Silber (4. Jtsd. BC), Meteoreisen (4. Jtsd. BC), Zinn (3. Jtsd. BC), Quecksilber (2. Jtsd. BC). Metallurgische Techniken entstanden zuerst zwischen Taurus- und Zagros-Gebirge in Ost-Anatolien, westlichem Iran, nördlichem Irak.

  • Edelmetalle können gediegen 3) gefunden werden, insbesondere Kupfer (etwa 700 mal häufiger als Gold) und Silber, etwa 20mal häufiger als Gold. Kupfer steht am Beginn der Metallurgie. Die ersten Schmiedetechniken basierten auf dem Hämmern und Biegen von Kupfer.
    • Özdoğan, Mehmet, Aslı Özdoğan
      Archaeological evidence on the early metallurgy at Çayönü Tepesi.
      The Beginning of Metallurgy, Der Anschnitt, Beiheft 9, 1999, S. 13–22. Online
      Die ältesten Funde metallischer Objekte, die metallurgisch behandelt worden waren zusammen mit Malachit, einem Kupfermineral.
    • Leusch, Verena, et al.
      On the invention of gold metallurgy: The gold objects from the Varna I cemetery (Bulgaria). Technological consequence and inventive creativity. Cambridge Archaeological Journal 25.1 (2015) 353-376. DOI [4550–4450 cal. bc]
    • Ernst Pernicka
      Development of metallurgy in Eurasia.
      Quaternary International 560–561 (20 September 2020) 38-44 DOI Online Review mit zahlreichen Quellen und Karten, etwa Fig. 5. Spread of metallurgy in Europe zeigt die räumlich-zeitliche Verbreitung, die natürlich an Menschen (Schmiede) gebunden ist.
    • Yener, K. A.
      The Domestication of Metals: The Rise of Complex Metal Industries in Anatolia.
      Bibliogr. S. 129–160. Leiden 2000: Brill.
      Mit einem Schwerpunkt auf Zinn (Kapitel 3 und 4).
  • Blei kommt selten gediegen vor und setzt meist Verhüttung voraus, also Öfen, in denen Bleierze geschmolzen werden. Wegen des niedrigen Schmelzpunktes dürfte dies der Beginn der Hüttentechnik gewesen sein.
  • Legierungen, also Mischungen von Metallen wie etwa Messing (Kupfer mit Zink) oder Bronze (Kupfer mit Zinn) waren zwar früh bekannt, entstanden jedoch zuerst zufällig. Gezieltes Legieren durch die Kenntnis der Mischungsverhältnisse war erst in römischer Zeit möglich und erforderte Organisationssysteme für komplexe Rohstofflieferungen und-vorbehandlungen.
    • Thornton, C. P.
      Of brass and bronze in prehistoric southwest Asia
      S. 123–135 in: La Niece, S., Hook, D. & Craddock, P. (Hg.): Metals and mining: studies in archaeometallurgy. London 2007: Archetype. Online
      Ein Summary der Funde von Bronze und Messing.
    • Radivojević, M., Roberts, B.W., Pernicka, E. et al.
      The Provenance, Use, and Circulation of Metals in the European Bronze Age: The State of Debate.
      Journal of Archaeological Research, (2019) 131–185. DOI
      Ein Review der Fachdiskussion die Metalle Bronze, Kupfer und Zinn im Zeitraum um 2500–800 BC betreffend hinsichtlich deren geologischen Herkunft, dem Transport von Produktions- zu Verbrauchsstätten und die zeitlichen und räumliche Zirkulation der Metalle, die Rolle metallproduzierender Gemeinschaften im ökonomischen Zusammenhange sowie das Horten von Metallen als eines europäischen Phänomens. »Clearly, the metalsmiths at the time of these events must have learned how different treatments affected mechanical properties of the desired object and acted accordingly.«
  • Eisen ist als Meteoreisen 4) vereinzelt und zufällig. Solches Eisen ist spröde, daher für Werkzeuge und Waffen eher ungeeignet und war als teurer Schmuck verbreitet.
    • Johnson, Diane, et al.
      Analysis of a prehistoric Egyptian iron bead with implications for the use and perception of meteorite iron in ancient Egypt.
      Meteoritics & Planetary Science 48.6 (2013) 997-1006. Online
      Röhrenförmige Perlen, gefunden in den Gräbern eines Friedhofs (Gerzeh, um 3300 BC) bilden die frühesten Zeugnisse der Verwendung von Eisen in Ägypten. 30% Nickel belegen die Verwendung von Meteoreisen, mikrostrukturelle und chemische Analysen belegen die kalte Verformung.
  • Terrestrisches Eisen findet sich vereinzelt seit dem frühen 2. Jahrtausend und setzte sich als Rohstoff für die Herstellung von Werkzeugen (z.B. Sensen) und Waffen (Axt) zwischen der Levante und Nordeuropa etwa ab 700/800 BC durch. Anders als die Edelmetalle muss es hoch erhitzt werden, damit es formbar wird. Seine Eigenschaften hängen wesentlich von gezielten Beigaben anderer Elemente (Kohlenstoff, Phosphor …) in bestimmten Mengen ab. → Eisen und Stahl
    • Erb-Satullo, N.L.
      The Innovation and Adoption of Iron in the Ancient Near East.
      J Archaeol Res 27, 557–607 (2019). DOI
      Review des Forschungsstandes mit umfangreichen Quellen. Karten zeigen die Fundstellen. Fig. 6 zeigt The Adoption of Iron in the Ancient Near East gegliedert nach 6 Regionen seit dem 3. Jahrtausend BC.

Im nördlichen Europa begann die Eisenzeit etliche Jahrhunderte später. Raseneisenerz- und Holzvorkommen sowie Wasser finden sich insbesondere in den feuchten und sumpfigen Niederungsgebieten westlich des Rheins und nördlich der Donau. Die Eisenverhüttung mit Rennöfen ab etwa 500 BC ging von diesem Großraum aus. Der Know-How-Transfer ist nur durch Wanderschmiede erklärbar.

Für Norwegen ließ sich zeigen, dass alle größeren Siedlungen in der Nähe von Eisenvorkommen lagen und umgekehrt fehlen solche Siedlungen in Regionen ohne Eisenerzvorkommen. 5). Die Suche nach Raseneisenstein (engl. Bog iron , dän. Myremalm `Moorerz´) und Kiefernholz war also bestimmend für Siedlungsgründungen und setzte Schmiedeerfahrung voraus.

  • Bowles, G., R. Bowker, N. Samsonoff
    Viking expansion and the search for bog iron
    Platforum 2011. 12: 25–37
    Ansteinsson, John
    Malm og Erts i norsk Sprogbruk en semasiologisk Undersøkelse.
    (With an Englisch summary). 18 S.
    Aus: Norges Tekniske Høiskole. Avhandlinger til 25-°arsjubileet 1935
  • Kunze, Jürgen
    „Schorfheide“ und verwandte Namen. Erkundungen zu einem rätselhaften Wort.
    262 S. Berlin/Münster 2006: Lit.
    Goth. malma = ON mâlmr 'оге, metal'; baltisch *gelēža-, *gelž- Sumpferz; schörft > eisenhaltiger Sand > Ortstein, Raseneisenstein; anord. aur / eyrr `eisenhaltiger Sand´: IE * mel(e) `zermalmen, mahlen, schlagen´, aeng. meltan `schmelzen´, ahd. melm `Staub´ anord. malmr `Erz, Metall´, schwed. malm `Erz, Metall´ = `Kies Sand´> Übergang von Sand als Zermalmtes zu Erz

Einfaches Eisenerzschmelzen ist um 600 AC nachgewiesen in »hellegryte«, mit Stein ausgekleideten Gruben.

  • A. Espelund
    Pit Metallurgy?
    Association of metallurgical engineers of Serbia, 12.2-3 (2006) 155-172

Die Rolle des Schmiedes im Zusammenhang mit der »landname« wird dargestellt auf dem Stein Arde VIII aus dem 8. Jahrhundert 6). »Itinerant craftsmen« wählten den geeigneten Ort in der Wildnis aus und stellten die Axt zur Rodung, die Sichel zur Getreideernte und die Sense für die Heuwiese her:

  • Ernte und Erntewerkzeuge
    S. 524 in: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Band 7, W. de Gruyter 1989
  • Dieterle, Richard L.
    The Metallurgical Code of the „Vǫlundarkviđa“ and its theoretical Import
    History of Religions 27.1 (1987) 1-31. Online
  • Callmer, Johan
    North-European trading centres and the Early Medieval craftsman.
    Craftsmen at Åhus, north-eastern Scania, Sweden, ca. AD 750–850+.
    S. 125–157 in: Central Places in the Migration and the Merovingian Periods: papers from the 52nd Sachsensymposium, Lund, August 2001. Acta archaeologica Lundensia 39. Uppåkrastudier 6. B. Hårdh, L. Larsson (Hg.) Stockholm 2002: Almqvist & Wiskell.

Wanderschmiede

Archäologisch gilt eine Grablege dann als Grab eines Wanderschmieds, wenn die Strontium-Isotopenanalyse insbesondere der Zähne auf eine andere Herkunftsregion hindeutet und wenn Metallbearbeitungswerkzeuge (Amboss, Hammer, Gusslöffel) mitbestattet wurden.

Ein Wanderschmied kann seine Werkzeuge mitführen und sein Know-How, seine Rohstoffe jedoch nicht in nennenswertem Umfang. Modellhaft denkbar sind daher:

  • Wanderschmiede, die von Lagerstätte zu Lagerstätte ziehen; dann fehlen ihnen die Märkte - es sei denn, die Märkte (Siedlungen) ziehen mit;
  • Wanderschmiede, die von Kunde zu Kunde ziehen (Goldschmiede ebenso wie Hufschmiede); Altmetall bildet dann die Rohsttoffquelle (Recycling);
  • Wanderschmiede, die von Großbaustelle zu Großbaustelle ziehen, also etwa im Gefolge der Dombaumeister und Steinmetze; Rohstoffe sind durch das übergeordnete Organisationssystem verfügbar;
  • Schmiedegesellen, die nach Zunftgesetzen von Meister zu Meister unterwegs sind, also in bestehende Werkstätten integriert werden;
  • »Peripatetische Gruppen« (Peripatetic People), die für sesshafte Kunden arbeiten, also etwa Mango und Coctio im europäischen Mittelalter;
  • Wanderhandwerker (itinerant craftsmen) des Fahrenden Volkes.

"Amesbury Archer" oder "King of Stonehenge"

Am 3. Mai 2002 legten Archäologen von Wessex Archaeology ein Doppelgrab frei, drei Meilen nah an Stonehenge. Ein Mann, 35 bis 45 Jahre alt, kräftig gebaut und mit verschobener Kniescheibe links, in Hockstellung begraben nach Norden blickend, wegen des beigelegten Bogens Amesbury Archer genannt. Dieses Grab ist mit rund 100 Grabbeigaben das reichste jemals in England gefundene bronzezeitliche Grab und das älteste, welches Goldobjekte (Haarschmuck) enthält. Eine Isotopenanalyse des Zahnschmelzes zeigt, dass der Mann nördlich der Alpen aufgewachsen ist, etwa im Raum der Schweiz oder der angrenzenden österreichischen und deutschen Regionen - auch das ist einmalig unter den britischen Grabfunden. Unter den Grabbeigaben waren fünf Glockenbecher, auch dies ein Import vom Kontinent. Der beigelegte Steinamboss - auch dies einmalig - diente zum Bearbeiten von Metallen. Drei beigelegte Kupfermesser wurden in Frankreich und Spanien hergestellt.

Dass der Mann ehrenvoll und reich begraben wurde, belegt die Wertschätzung und macht einen entsprechenden kulturellen Austausch wahrscheinlich. Sein Ansehen lässt sich mit den Gold- und Kupferbeigaben verbinden, nicht aber mit Eisen oder Metallguss.

Das um 3.000 BC begonnene Stonehenge wurde um 2.300 BC mit den heute noch sichtbaren 20-Tonnen-Megalithen ausgebaut, zeitgleich finden sich erstmals Gold und Kupfer in Britannien. Das Gold der Grabbeigabe wurde auf 2.470 BC datiert, die beiden Toten wurden übereinstimmend auf 2400-2200 BC datiert; Glockenbecher erscheinen in Europa ab 2.400 BC.

Es entsteht das Bild eines Schmiedes beim Übergang von der Stein- zur Bronzezeit: körperlich kräftig, reich und angesehen, überregional unterwegs und vermutlich willkommen wegen seines Know-Hows, denn körperlich war er ein Krüppel, unfähig zur Jagd und zur Arbeit - außer zum Schmieden. Die Lage im Grab mit Blick nach Norden (= Mitternacht, Dunkelheit) kann auf magische Fähigkeiten hinweisen; üblich ist sonst der Blick nach Osten. Dass die Glockenbecher meist in abseits gelegenen Männergräbern gefunden wurden, kann auf wandernde Einzelgänger hinweisen.

  • Leif Einarson
    Which came first – the smith or the shaman?
    Vǫlundarkviđa, craftspeople and central place complexes.
    S. 221-228 in: Ney, Agneta (Hg.): Á austrvega : Saga and East Scandinavia; preprint papers of the 14th International Saga Conference, Uppsala, 9th-15th August 2009. 1 1. Gävle 2009: Gävle University Press.
  • Fitzpatrick, A. P.
    The Amesbury Archer and the Boscombe Bowmen.
    Bell Beaker burials at Boscombe Down, Amesbury, Wiltshire.
    XXII, 278 S. Ill., Diagramme, Karten. Salisbury 2011: Wessex Archaeology.
  • Ulrich Graser
    Der Bogenschütze von Amersbury.
    Ein Schweizer als Kulturbringer.
    in: G/Geschichte, Heft 2/2014, S. 56f.; Augsburg: Bayard Media

Völundr/Wieland

Die Völundarkviða erzählt die Geschichte des Schmiedes Völundr (=Wieland, Wēlund, Velent, ᚹᛖᛚᚩᛞᚢ wela[n]du); der Name ist verwandt mit aisl. vella `zum Sieden oder Schmelzen bringen, zusammenschweißen < PIE u̯el-7 drehen, winden, wälzen; sein Handwerk lehrte ihm der mythische Mimir. Der älteste archäologische Hinweis auf diesen Schmied ist eine Münze, ein Solidus des 6. Jahrhunderts 7). Alfred der Große (848–899), König der West-Sachsen, bezeichnet ihn als »vísi álfa« `weisen Alben´, also etymologisch *albaz `Handwerker, magischer Helfer´, goth. arb-aiþs) guter Abstammung. Das altnordische vǫlundar bedeutet auch `Erbauer´; völdug 8) meint `kraftvoll, mächtig´. Dem Schmied Völundr entsprechen der irische Goibhniu, walisischer Gofannon und der normannische lé bélengi. Dieser mythische Schmied hinkte, ebenso wie seine Pendants Vulcano und Hephaistos, römischer bzw. griechischer Schmied der Sagen.

  • Ishikawa, Mitsunobu
    War Wieland der Schmied ein „Weiser“? S. 371-380 in: Heiko Uecker (Hg.): Studien zum Altgermanischen, Berlin, Boston 2012: De Gruyter. Online
  • dass. S. 371-380 in: Heiko Uecker [Hg.]: Studien zum Altgermanischen: Festschrift für Heinrich Beck. Berlin 1994
  • Maillefer, Jean-Marie
    Essai sur Völundr-Weland
    La religion scandinave ancienne a-t-elle connu un dieu forgeron?
    S. 331-352 in: Lecouteux, Claude et al.
    Hugur: mélanges d'histoire, de littérature et de mythologie offerts à Régis Boyer pour son 65e anniversaire. Paris 1997: Presses de l'Université de Paris-Sorbonne.
  • Robert Nedoma
    Wieland der Schmied
    Spalte 778 bis 781 in: Ranke, Kurt, Rolf Wilhelm Brednich, Doris Boden: Enzyklopädie des Märchens: Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Bd. 14, Lfg.2 Berlin: De Gruyter.
  • Oehrl, Sigmund
    Bildliche Darstellungen vom Schmied Wieland und ein unerwarteter Auftritt in Walhall.
    S. 279–335 in: A. Pesch, R. Blankenfeldt (Hg.): Goldsmith Mysteries. The Elusive Gold Smithies of the North. Papers Presented at the Workshop Organized by the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA), Schleswig 2012, 20./21. Juni 2011. (=Schriften des Archäologischen Landesmuseums. Ergänzungsreihe 8.) Neumünster: ZBSA.
    Zu Ardre VIII S. 284–287
  • Schmich, Otto Klaus
    Der Ursprung des Wieland?
    4 S. 2004. Online urn:nbn:de:1111-2004091516

Schmied, Eisenstab und Seherin

Die Weissagung einer vǫlva bildet das erste Lied Voluspá der älteren Edda. Die Edda 9)) berichtet, dass die Jötin Griðr (Gridur, Greth, Graith > `Gier, Heftigkeit´) dem Thor Þórr Waffen lieh, nämlich den Stab Gríðarvǫlr, den Stärkegürtel und die Eisenhandschuhe. Damit wurde die Völva zur Mittlerin zwischen Schmied und Kämpfer, zwischen Welt und Gott, übernahm also die Rolle des Trickster 10). Vilsinn vǫlu ist eine Umschreibung (kenning) für `Trollfrau´.

Der eiserne Stab Vǫlr konnte profan Bratspieß (iron spit) über dem Feuer, Webschwert (weaving sword). Als Waffe verlieh er physische Macht, als Völva-Stab (→ Vǫlr, Gandr, Wand & Seiðr) spirituelle Macht. Solche Stäbe waren 60-90 cm lang und wurden aus Raseneisenerz hergestellt. Bratspieße waren ebenso tordiert (das Verwinden mehrerer Rundstäbe) wie Völva-Stäbe, jedoch weisen letztere noch korbähnliche Aufsätze aus. Schmiede und Seherin waren gleichermaßen Außenseiter und zuständig für Transformation; die „wandernde Seherin“ ist als Figur dem Wanderschmied vergleichbar.

Dieselben Elemente - Mann, Frau, Eisenstab - finden sich in besonders aufwändigen Steingräbern 11), während sich die Ambivalenz `guter´ und `böser´ Zauberkraft in zwei unterschiedlichen Bestattungsformen spiegelt 12).

  • Budd, P., Taylor, T.
    The faerie smith meets the bronze industry: Magic versus science in the interpretation of prehistoric metal-making.
    World Archaeology, 27.1 (1995) 133–143.
    Ein Überblick über die Entstehung und Entwicklung der Kupfer- und Eisenmetallurgie in Eurasien. Die Autoren schlagen vor, »rituellen und magischen Dimensionen eine zentralere Rolle in der Interpretation und Hypothesenbildung einzuräumen und entwickeln eine umfassende sozial-entwicklungstheoretische Perspektive …«
  • Hedeager, Lotte
    Iron age myth and materiality: an archaeology of Scandinavia AD 400-1000.
    307 S. Bibliogr. S. 240-278 Routledge, 2011. Online Inhalt u.a.:
    • S. 123–4, 126 women and smiths
    • S. 125: Die von Männern praktizierte Magie äußert sich in Begriffsgruppen um
      • sei∂r: ∂-ma∂r, sei∂skratti
      • galdr, darunter auch galdrsmi, galdrmeisstari
      • spáma und anderen, etwa vitki, fjolkyningsma, vísendama
    • S. 139-140 ein Review über die Deutung von Schmieden in der Fachwissenschaft.
    • S. 140-152 Kapitel: The smith in Old Norse sources
    • S. 138–9, 143, 151, 161, 162, 194–5, 234 technology of enchantment
  • Leszek Gardeła
    The Völva’s Toolkit: Viking Age Ritual Specialists and the Tools of their Trade.
    In M. Hayeur Smith, & A. Sanmark (Eds.), The Hidden Lives of Viking Age Women: Archaeological and Historical Perspectives Oxford 2025: Oxbow Books.
  • Nowaczewski, Emilia
    Völur and Seiðr: How Pre-Christian Shamanistic Practices Gave Viking-Age Women Agency. Scandinavian-Canadian Studies 32 (2025): 1-9. Online

Halab am Nil und Soluby auf der arabischen Halbinsel

Die Rolle als Pioniere der Eisenverhüttung und -vermarktung im frühen 2. Jahrtausend BC wird den Hethitern zugeschrieben. Tatsächlich fanden die Sprunginnovationen der Eisentechnologie nahezu gleichzeitig multilokal statt: in Südkaukasien, Ostanatolien, der Levante, danach in Westsyrien und auf Zypern 13). Der nördlichste Punkt wurde in den Magnetitvorkommen am Fluss Halys ausgemacht, er ist nach seiner roten Farbe benannt, die von Eisenmineralien verursacht wird. Dort bezeichnete derselbe Begriff das Volk Chalybes Χάλυβες 14) ebenso wie den Stahl (griechisch chalybos χάλυβος, altarabisch solb `Stahl´, salib `hart´ und ebenso die wandernden Schmiede arabisch halaby `wandernde Kesselflicker´, soluby `Stahlschmied´ 15) vgl. Solluba.

Verweise

Literatur

  • Eliade, Mircea
    Schmiede und Alchemisten.
    Mythos und Magie der Machbarkeit.
    Aus dem Französischen von Emma von Pelet. 249 S. Stuttgart Klett 1960.
  • Gunnar Gransche
    Lebenswelt Handwerk – Der Schmied im Frühmittelalter. Artisan Realities – The Blacksmith in Early Medieval Times
    S. 66–82 in: Hauke Kenzler, Hans Losert (Hg.): Die Rekonstruktion mittelalterlicher Lebenswelten. The Reconstruction of Medieval Lifeworlds. Ein Kolloquium zum 60. Geburtstag von Ingolf Ericsson (=Bamberger Kolloquien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, 2) 2015 Verlag der Buchhandlung Eckhard Bodner, Pressath. Online
  • Jockenhövel, Albrecht
    Arbeiten an Ofen und Tiegel. Frühe Metallurgen und Künstler.
    S. 36–40 in: Bronzezeit in Deutschland, Stuttgart 1994, ISBN 3-8062-1110-8 Online
    S. 37: »Darüber hinaus wird es auch Wanderhandwerker gegeben haben. Nur aus diesem engen Kontakt der Künstler, Handwerker (Abb. 29), »Händler« und anderer Personen untereinander ist die über weite Strecken feststellbare Einheitlichkeit vieler bronzezeitlicher Kulturzüge zu erklären.«
  • Albrecht Jockenhövel
    Gießer und Schmiede im bronzezeitlichen Bulgarien.
    S. 75–79 in: S. Haag, C. Popov, B. Horejs, S. Alexandrov, & G. Plattner (Hg.): Das erste Gold: Ada Tepe. Das älteste Goldbergwerk Europas. Wien 2017: Verlag der Österreichische Akademie der Wissenschaften
  • Kristiansen, K., Suchowska-Ducke, P.
    Connected Histories: the Dynamics of Bronze Age Interaction and Trade 1500–1100 bc.
    Proceedings of the Prehistoric Society. 81 (2015) 361-392. DOI
  • Lehnhardt, Enrico
    Die Anfänge der Eisenverhüttung im Bereich der Przeworsk-Kultur.
    404 Seiten Diss. Freie Universität Berlin 2016. Berlin Edition Topoi 2019
    s. insbes. 2.1.6 Zur Diffusion der Eisenverhüttung; 2.2 Frühes Eisen – Modellregionen; 2.2.7 Ergebnis und Diskussion; 5 Überlegungen zum Technologietransfer in die Przeworsk-Kultur > Der Technologietransfer der Eisenverhüttung ging wahrscheinlich vom elbgermanischen und südskandinavischen Raum aus. Abb. 396 Aus der Literatur erschließbare Fundstellen mit Eisenverhüttung des 5.–1. Jh. v. Chr.; Abb. 405 Schematische Darstellung der Austausch-, Handels- und kulturellen Beziehungen in der frühen Eisenzeit (Metalle, Bernstein, Salz über Bernsteinstraße und Schwarzmeerroute)
  • Melheim, Lene, Heide Wrobel Nørgaard
    ’How the ‘bronzification’of Scandinavia happened: From travelling bronze smiths to communities of practice’.
    S. 179-193 in: Bronzization. Essays in Bronze Age Archaeology in Honour of Dr. phil. h.c. Helle Vandkilde on her 70th birthday. Oxfordshire 2025: Archaeopress.
  • Motz, L.
    The Wise One of the Mountain: Form, Function and Significance of the Subterranean Smith
    (=Göppinger Arbeiten zu Germanistik, 379) Göppingen 1983: Kümmerle
  • Nieling, Jens
    Die Einführung der Eisentechnologie in Südkaukasien und Ostanatolien während der Spätbronze- und Früheisenzeit
    Diss. Tübingen 2009. (=Black Sea Studies, 10) Aarhus: Universitetsforlaget
  • Alexandra Pesch, Ruth Blankenfeldt (Hg.)
    Goldsmith Mysteries: Archaeological, Pictorial and Documentary Evidence from the 1st Millennium AD in Northern Europe
    Papers presented at a workshop organized by the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA) Schleswig, October 20th and 21st, 2011 (=Schriften des Archäologischen Landesmuseums, Ergänzungsreihe 8) Neumünster 2012: Wachholtz. Inhalt
  • Pleiner, R.
    Iron in Archaeology: Early European Blacksmiths
    Praha 2006: Archeologický ústav AV ČR.
  • Preßlinger, H., Eibner, C.
    Phosphorlegierter keltischer Stahl – hart, zäh und korrosionsbeständig
    BHM Berg-und Hüttenmännische Monatshefte 154.11 (2009): 534. DOI
  • M. J. Rowlands
    The Archaeological Interpretation of Prehistoric Metalworking
    World Archaeology, 3.2 (1971) 210-224 Online
  • Rudolf Schlögl
    Europas Frühe Neuzeit. Geschichte und Theorie einer Gesellschaft auf dem Weg in die Moderne.
    Göttingen 2025: Wallstein, S. 643 ff.:
    Schlögl betrachtet die funktionale Differenzierung durch technische Entwicklung im Transportwesen hinsichtlich Reisegeschwindigkeit und Kosten systemtheoretisch.
  • Sörman, Anna
    Gjutningens arenor: metallhantverkets rumsliga, sociala och politiska organisation i södra Skandinavien under bronsåldern.
    Diss. 317 S. Institutionen för arkeologi och antikens kultur, Stockholms universitet, 2018. Online
  • Turck, Rouven
    Die Metalle zur Zeit des Jungneolithikums in Mitteleuropa. Eine sozialarchäologische Untersuchung.
    Literaturverz. S. [105] - 118, Magisterarbeit, Universität Heidelberg 2008; Bonn 2010: Habelt. Inhalt

Mobilität

  • Irene Bavuso
    Wandering Artisans? The Mobility of Smiths in Early Post-Roman England
    medieval worlds 23 (2025) 73-96, DOI
  • Frei K. M., Villa C., Jørkov M. L. et al.
    A matter of months: High precision migration chronology of a Bronze Age female
    PLoS ONE 12.6 (2017): e0178834, DOI
    Die Autoren entwickelten eine neuartige Kombination von Strontiumisotopenanalysen mit anthropologischen Untersuchungen 16) an der über 3000 Jahre alten „Frau von Skrydstrup“ aus Dänemark und erstellten ein monatsgenaues Modell ihrer Migrationszeitleiste vom Wohnortwechsel im Alter von 13 bis 14 Jahren bis zu ihrem Tod 47-48 Monate später.
  • Dietrich, O.
    Travelling or not? Tracing individual mobility patterns of Late Bronze Age Metalworkers in the Carpathian Basin.
    Satu Mare—Studii şi Comunicări, 28.1 (2012) 211–229.
  • Epimakhov, A. V., Ankushev, M. N., Ankusheva, P. S. et al.
    Were metalworkers itinerant? Interdisciplinary analysis of a metalworker's burial at the Krivoe Ozero late bronze age cemetery (southern trans-Urals, Russia).
    Archaeological and Anthropological Sciences, 16.8 (2024) 111. DOI
  • M. Hunt, M.-M. Ruiz
    Smith on the move: notes on the mobility of smiths in primitive communities.
    Arqueologia Hoje, 1 (1990) 108-116
  • Iaia, C.
    Smiths and smithing in Bronze Age ‘Terramare’.
    S. 78–93 in: R. Kelm (Hg.): Archaeology and crafts: Experiences and experiments on traditional skills and handicrafts in archaeological open-air museums in Europe. Husum 2015a: Husum Druck.
  • Albrecht Jockenhövel
    Räumliche Mobilität von Personen in der mittleren Bronzezeit des westlichen Mitteleuropa
    Germania 69 (1991) 49–62
  • A. Jockenhövel
    Zu Mobilität und Grenzen in der Bronzezeit.
    S. 95–106 in: S. Rieckhoff, U. Sommer (Hg.): Auf der Suche nach Identitäten: Volk – Stamm – Kultur – Ethnos. Internationale Tagung der Universität Leipzig… Leipzig 8.–9.12.2000. Oxford 2007: BAR Intern. Ser. 1705
  • Koch, Julia Katharina, M. Benedix, S. Bietz
    „Främde Bräute und Wanderhandwerker. Zum Rollenverständnis mobiler Individuen in der archäologischen Fachliteratur.
    Leipziger Studien zur Frauen-und Geschlecterforschung, Reihe A 5 (2007) 9-28.
  • Kristian Kristiansen
    Baltic Interaction during early period IV of the ordic Bronze Age: A Travelling Bronze Smith Behind the Deposition of the Grisby hoard from Bornholm?
    S. 199–206 in: Chasing Bronze Age rainbows. Studies on hoards and related phenomena in prehistoric Europe in honour of Wojciech Blajer. (=Prace Archeologiczne 69), Kraków 2019 Online
  • Neipert, Monica
    Der ‘Wanderhandwerker’. Archäologisch-ethnographische Untersuchungen.
    IX, 159 S. Bibliogr. S. [147] - 159 Zugl. Magisterarbeit Univ. Tübingen 2003. (=Tübinger Texte. Materialien zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, 6). Rahden/Westf. 2006
  • Nessel, B., Brügmann, G., Berger, D. et al.
    Bronze production and tin provenance – new thoughts about the spread of metallurgical knowledge.
    S. 67–84 in: X.-L. Armada, M. Murillo-Barroso, & M. Charlton (Hg.): Metals, minds and mobility. Integrating scientific data with archaeological theory. Oxbow 2018.
  • Nørgaard, H. W.
    Are valued craftsmen as important as prestige goods? Ideas about itinerant craftsmanship in the Nordic Bronze Age.
    S. 37–52 in: S. Reiter, H. W. Nørgaard, Z. Kölcze, & C. Rassmann (Hg.): Rooted in movement: Aspects of mobility in Bronze Age Europe. Gylling 2014: Narayana Press.
  • Roberts, B.
    Migration, craft expertise and metallurgy: analysing the ‘spread’ of metal in Europe.
    Archaeological Review from Cambridge, 23 (2008) 27–45.
  • Stróżyk, Mateusz et al.
    Tracking Bronze Age ‘itinerant smiths’ in western Poland: insights from Nd and Sr isotope data.
    Archaeometry 67.5 (2025) 1195-1211.
    Mit einer neuen Methodde wurde gezeigt, dass der Ton für die Formen aus dem Sudetenland kam und dass die Begrabenen am Begräbnisort weder geboren wurden noch ihre Kindheit dort verbrachten.
  • Turck, Rouven
    Zum Nachweis von Mobilität im Neolithikum: Isotopenanalysen menschlicher Individuen aus den jüngstbandkeramischen Befunden der Grubenanlage von Herxheim bei Landau (Pfalz).
    Diss. Universität Heidelberg bei Prof. Maran Band 1 und 2 (Literatur, Anhang) Online. Inhalt u.a.:
    • Kapitel 4. Mobilität – Nachweise und Definition S. 21–31 mit Abschnitten zu den Mobilitätsbegriffen:
      • … in den Kulturwissenschaften/Altertumswissenschaften
      • … in der archäologischen Forschung
      • … in der anthropologischen Forschung
      • Ursachen für mobiles menschliches Verhalten
      • Definition: Mobilität; ortsfremde und lokale Individuen
      • Modellbildung: Konzepte und Annahmen für ‚Ortsfremde’ und ‚Lokale’
      • Modelle zur Mobilität: archäologische Annahmen
      • Modell zur Mobilität: Isotopenarchäometrische (Basis)Aussagen
      • Zusammenfassung: Mobilität in der Urgeschichte
  • Leo Wiener
    Gypsies as fortune-tellers and as blacksmiths.
    Journal of the Gypsy Lore Society Edinburgh in 3 Teilen: Bd. 3: Januar 1909, Juli 1909, 4-17, April 1910, 253-276. auch: Reprint Liverpool. Online

Schmiedegräber

  • B. Arrhenius
    The Drocksjö find. Goldsmith’s tools found in a grave in northern Sweden. S. 191–196 in: Ch. Eluère (Hg.): Outils et ateliers d’orfèvres des temps anciens. 1993 S.191-196, Bibliogr., 15 Ill., 1 Karte
    Werkzeuge aus dem 7. Jahrhundert aus einem Grab in Drocksjö, bei Ängersjö, nordwestlich von Härjedalen.
  • Bátora, J.
    Contributions to the problem of ‘craftsmen’ graves at the end of the Aeneolithic and in the Early Bronze Age in Central, Western and Eastern Europe.
    Slovenska Archeológia, 50.2 (2003) 179–228.
  • T. Bendeguz
    Eliten und Schmiedegräber
    S. 143-152 in: M. Egg (Hg.): Aufstieg und Untergang. Zwischenbilanz des Forschungsschwerpunktes „Studien zu Genese und Struktur von Eliten in vor- und frühgeschichtlichen Gesellschaften.“ Mainz 2009
  • Markolf Brumlich
    Schmiedegräber der älteren vorrömischen Eisenzeit in Norddeutschland.
    Ethnogr.-Arch. Zeitschr. 46.2 (2005) 189-220
  • Markolf Brumlich
    Germanische Schmiede bei Geisendorf?
    Ausgrabungen im Niederlausitzer Braunkohlenrevier 2007
    Arbeitsber. Bodendenkmalpfl. Brandenburg 20 (Wünsdorf 2008) 205-211.
  • Joachim Henning
    Schmiedegräber nördlich der Alpen. Germanisches Handwerk zwischen keltischer Tradition und römischen Einfluss.
    Saalburger-Jahrbuch 46 (1991) 65-82
  • Joachim Henning
    Schmiedegräber.
    RGA2. XXIV 210-213 (Berlin, New York 2004)
  • H. Hingst
    Schmiedegräber aus Schleswig-Holstein.
    Hammaburg 7 (1984) 61-68
  • Hinton, D.
    A Smith in Lindsey: the Anglo-Saxon Grave at Tattershall Thorpe, Lincolnshire
    Society for Medieval Archaeology Monograph Series No. 16, 2000.
    Der Autor führt aus, dass die mitgeführte „copper-brazed handbell“ nicht nur eine symbolische, sondern auch eine praktische Bedeutung hatte, indem sie seine Anwesenheit laut verkündete. King Wihtred of Kent (c. AD 695) hatte verordnet, dass Fremde sich bemerkbar zu machen hätten, andernfalls sie als Diebe verdächtigt würden.
  • Ježek, M.
    The disappearance of European smith's burials.
    Cambridge Archaeological Journal, 25.1 (2015) 121–143. DOI
  • Lauermann, E., Pany-Kutschera, D.
    Grab 3 aus dem Aunjetitzer Gräberfeld von Geitzendorf: Der Erste Nachweis einer Metallverarbeiterin in der Frühbronzezeit Niederösterreichs.
    Slovenská Archeológia,61.1 (2013) 93–106.
  • M. Müller-Wille
    Der frühmittelalterliche Schmied im Spiegel der skandinavischen Grabfunde.
    Frühmittelalterliche Studien 11 (1977) 127-201
  • M. Müller-Wille
    Der Schmied im Spiegel archäologischer Quellen. Zur Aussage von Schmiedegräber der Wikingerzeit.
    S. 216-260 in: Jankuhn, Herbert; Janssen, Walter; Schmidt-Wiegand, Ruth; Tiefenbach, Heinrich (Hg.): Das Handwerk in vor und frühgeschichtlicher Zeit (Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, 2) Göttingen 1980.
  • Nessel, B.
    Metallurgen im Grab: Überlegungen zur sozialen Einstufung handwerklicher Spezialisten.
    S. 423–432 in; T. L. Kienlin, A. Zimmermann (Hg.): Beyond elites: Alternatives to hierarchical systems in modelling social formations. International conference at the Ruhr-Universität Bochum, Germany, October 22–24, 2009. (=Universitätsforschungen zur Prähistorischen Archäologie, 215). Bonn 2012: Habelt.
  • Nessel, B.
    Hervorgehobene oder verborgene Identität? Zu Ausstattungsmustern von Metallhandwerkergräbern.
    S. 55–74 in: I. Heske & B. Horejs (Hg.): Bronzezeitliche Identitäten und Objekte: Beiträge aus den Sitzungen der AG Bronzezeit auf der 80. Tagung des Süd- und Westdeutschen Verbandes für Altertumsforschung in Nürnberg 2010 und dem 7. Deutschen Archäologiekongress in Bremen 2011. (=Universitätsforschungen zur Prähistorischen Archäologie, 221). Bonn 2012: Habelt.
  • Nessel, B.
    The ‘absence’ of smiths and founders: Why tools are rare in Bronze Age burials.
    S. 139–148 in: B. Rezi, R. E. Németh, & S. Berecki (Hg.): Bronze Age crafts and craftsmen in the Carpathian Basin. Târgu Mureș 2013: Editura MEGA.
  • Nowak, K., Stos-Gale, Z. A., Stolarczyk, T., Miazga, B.
    The late bronze age ‘metallurgists’ graves' in South-Western Poland. Tracing the provenance of the metal raw material using casting moulds.
    Journal of Archaeological Science: Reports, 42 (2022) 103393. DOI
  • Zsófia Rácz
    Die Goldschmiedegräber der Awarenzeit.
    (=Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, 116) Römisch-Germanisches Zentralmuseum, Mainz 2014. ISBN 978-3-7954-2861-7. 312 S., 38 Abb., 82 Tafeln. Rezension
  • Zsófia Rácz
    Sind Goldschmiede in den „Goldschmiedegräbern“ der Awarenzeit bestattet?
    S. 361–380 in: M. Hardt, O. Heinrich-Tamaska [Hg.]: Macht des Goldes, Gold der Macht. Herrschafts- und Jenseitspräsentation zwischen Antike und Frühmittelalter im mittleren Donauraum. (=Forschungen zu Spätantike und Mittelalter, 2) Weinstadt 2013
  • Torben Schatte
    Der Schmied im Kontext der Grab- und Hortfunde Mittel- und Nordeuropas von der vorrömischen Eisenzeit bis zur Wikingerzeit
    Seminararbeit 46 S., Tabellen, 32 Abb. o.J. (nach 2011) FU Berlin Institut f. Prähistorische Archäologie. Online Nach Literaturquellen erstellte und kommentierte Übersicht zu Schmiedegräbern, mit Tabellen und Abbildungen der Schmiedewerkzeuge
  • Strobin, Anna
    Ein Schmiedegrab der Oksywie-Kultur von Czarnówko, Kr. Lębork, Pommern.
    Praehistorische Zeitschrift 100.3 (2025) 978. DOI
  • Tobias, Bendeguz
    Bobenheim-Roxheim: Das Schmiedegrab vom Nonnenhof.
    S. 181-182 in: Archäologie zwischen Donnersberg und Worms: Ausflüge in ein altes Kulturland. Regensburg 2008
  • Tobias, Bendeguz
    Frühmittelalterliche Gräber mit Beigabe von Schmiedewerkzeugen.
    Diss. Ur- und Frühgeschichte bei Falko Daim. Universität Wien, 2008. Inhalt 2 Bände: 412 Seiten mit 62 Abbildungen; 340 Seiten mit 314 Tafeln. (=Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, 153) Mainz 2021: Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums. Rezension
    Der Autor hat einen „exemplarischen Referenzkatalog“ (S. 295) erstellt mit zahlreichen Verbreitungskarten und behandelt Zentraleuropa von den frühesten Metallzeiten bis zum Ende des Frühmittelalters (S. 3). Westeuropa, Skandinavien sowie das östliche Mittelmeer finden nur exemplarisch Eingang.
  • van Vliet, Krista
    Högstatusfynd i fjällmark.
    Eneggade svärd i redskapsfynd från yngre järnålder i södra Nordskandinavien.
    35 S. Kandidatuppsats i arkeologi Stockholms Universitet Vårterminen 2013 Författare: Krista van Vliet (2013). Online
    Schmiedewerkzeuge, einschneidige Schwerter und verbrannte menschlichen Knochen kennzeichnen wiederholt Fundstellen in den südnorrländischen Bergen, vergleichbar mit solchen in der Provinz Dalarna und Hälsingland.

Ausstellungen

  • 1987 Die Nibelungen : Bilder von Liebe, Verrat und Untergang
    Ausstellung im Haus der Kunst, München, 05.12.1987–14.02.1988
    Valérie Bajou, Wolfgang Storch: Begleitband 336 S., München 1987: Prestel. Inhalt, u.a.:
    • Ernst Fuhrmann, Sieglinde Mierau
      Die Schmiede
  • 2004 Der Geschmiedete Himmel - die Weite Welt im Herzen Europas vor 3600 Jahren.
    Ausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (Saale) vom 15. Oktober 2004 bis 24. April 2005 …].
    Harald Meller (Hg.): Begleitband 205 S. Stuttgart: Theiss. Inhalt u.a.:
    • Chronologietabellen von Deutschland und Südskandinavien sowie von Europa und dem Mittelmeerraum
    • Die Himmelsscheibe von Nebra, u.a. auch technische und astronomische Analysen
    • Der Kreisgraben von Goseck in astronomischer Sicht
    • Der Sonnenwagen von Trundholm und die Sonnenschiffe des Nordens
    • Die nordischen Krummschwerter
    • Das Felsbild von Lokeberg, Sonnenbilder und Sonnenkult
    • Die Figurenensembles von Fårdal und Grevensvænge
    • Die Becken aus Haschendorf und Balkåkra
    • Das Beil aus Osternienburg
    • Das Phänomen der Horte im nördlichen Mitteleuropa: Ringe, Beile, Barren, das Depot von Kotzschen
    • Die Keule von Thale und der Zinken von Welbsleben im Harz
    • Bronzezeitliche Metallverarbeitung in Mitteldeutschland
    • Sicheln mit Marken und Mondsymbolik
    • Die Aunjetitzer Kultur, insbesondere in Mitteldeutschland
    • Metallurgie: vom Dolch zum Schwert, Schmied und Fürst, Macht, Herrschaft und Prestige
    • Das Kind aus Apolda
    • Die Fürstengräber von Leubingen und Helmsdorf
    • Prunkbeil, Goldkragen, Prunkdolche aus Schottland
    • Die Bronzeaxt aus Hermannshagen und die Nackenkammaxt aus Naumburg
    • Ferntransport nach Mitteldeutschland:
      Alpine Dolche und Löffelbeile, griechische Lanzenspitzen, Schleifennadeln aus der Levante, Beziehungen zu Mykene
  • 2005 Das Schiff von Uluburun - Welthandel vor 3000 Jahren
    Ü. Yalçın, C. Pulak & R. Slotta (Hg.): Ausstellungskatalog, Bochum 2005, darin u.a.:
    • YALÇIN, Ü.
      Zum Eisen der Hethiter, S. 493-502

Schmiede in anderen Regionen

  • Bollig, Michael
    Hunters, foragers, and singing smiths: The metamorphoses of peripatetic peoples in Africa.
    S. 195–232 in: Joseph C. Berland, Aparna Rao (Hg.): Customary Strangers: New Perspectives on Peripatetic Peoples in the Middle East, Africa, and Asia. Westport 2004: Praeger. Online
  • de Maret, P.
    The smith’s myth and the origin of leadership in Central Africa.
    S.: 73–87 in: R. Haaland & P. Shinnie (Hg.): African iron working: Ancient and traditional. Oslo 1985: Norwegian University Press.
  • Cuénod, A.
    Metalworking in Pre-Islamic North Africa: A View from the Garamantian Oases.
    S. 211-258: Duckworth, C.N., Cuénod, A., Mattingly, D.J. (Hg.): Mobile Technologies in the Ancient Sahara and Beyond. Cambridge University Press 2020.
  • Dickson, H.R.P.
    The Arab of the Desert: A Glimpse into Badawin Life in Kuwait and Sau'di Arabia.
    London 1949/1972 (5.A.): Allen & Unwin, Inhalt, darin u.a.:
    • Kapitel: The Salúki, S. 374–378, in dem Dickson beschreibt, dass die Soluby kamen, um Kessel zu flicken und Hufeisen zu fertigen.
  • Robert Eisler
    Die kenitischen Weihinschriften der Hyksoszeit im Bergbaugebiet der Sinaihalbinsel und einige andere unerkannte Alphabetdenkmäler aus der Zeit der XII. bis XVII. Dynastie
    Eine Schrift- und Kulturgeschichtliche Untersuchung. Herdersche Verlagsbuchhandlung, Freiburg 1919
    Ein Wortumfeld für Schmiede und Eselnomaden.
  • Gaß, Erasmus
    Die Keniter: Stamm oder Berufsstand?
    S. 229–256 in: Walter Groß, Erasmus Gaß (Hg.): Studien zum Richterbuch und seinen Völkernamen, Stuttgart 2012: Katholisches Bibelwerk Online
  • Henninger, J.
    Pariastämme in Nordarabien: 1. Ṣlēb
    S. 215 in: Arabica Varia – Aufsätze zur Kulturgeschichte Arabiens und seiner Randgebiete, Göttingen 1989
    Ṣlēb = Soluby
  • Siegbert Hummel
    Der Göttliche Schmied in Tibet
    Folklore Studies, 19 (1960) 251-272.
  • W. M. Flinders Petrie
    The Metals in Egypt
    Ancient Egypt 75 (1915) 12–23
    S. 23: »The name of the Chalybes from which the Greeks took their name for the metal is apparently Semitic in origin. It seems obviously connected with the Arabic halaby, a tinker; and with the well known mutation of h and s we can hardly refuse to see in this the soluby or steel worker of Arabia. This word solb for steel is Semitic, as it is clearly derived from iron being the strongest material; solb is loins, the strongest part; salib is firm or hard; salebah, solidity; solb, steel; soluby a steel worker; halaby a tinker; Chalybes, the iron workers; Chalups, iron; and our own word chalybeate ends the chain. Whether the distinction between sideros and khalups was that of iron and steel, deserves to be considered, certainly the Assyrian tools found in Egypt are mostly mild steel, as they can be permanently magnetised.«
  • Benjamin W. Roberts, Christopher P. Thornton (Hg.)
    Archaeometallurgy in Global Perspective. Methods and Syntheses.
    XIII, 868 S. Springer 2014 DOI
  • Ruben, Walter
    Eisenschmiede und Dämonen in Indien.
    Ergebnisse einer Reise, die mit Unterstützung des Forschungs-Institutes für Kulturmorphologie in Frankfurt a.M. und des Türkischen Unterrichtsministerium durchgeführt wurde.
    Mit 60 Abb. auf 33 Taf. XX, 306 S. Leiden 1939: Brill.
  • Streck, Bernhard
    Die Halab. Zigeuner am Nil.
    (=Sudanesische Marginalien, 4) 411 S. Wuppertal 1996: Hammer (Edition Trickster)
    Halab ist hier zum einen Oberbegriff für peripatetische Gruppen, aber auch im engeren Sinn ins Niltal eingewanderte Araber. Streck rekonstruiert, die Ghajar genannten Halab im Sudan entstammten dem Zigeunertum der europäischen Teile des osmanischen Reichs, während die Bahlawan das orientalische Zigeunertum repräsentierten. Alle diese Gruppen bilden eine Unterschicht (Paria), deren Erwerbsnischen Handel und die handwerkliche Arbeit mit Schrott umfasst, wobei Reparieren im Vordergrund steht, aber auch das Grob- und Blechschmieden bis hin zu konstruktivem Metallbau.
    • Rezension von Kurt Beck, Anthropos, 93.1-3 (1998) 286–288. Online
  • Walker, John
    The gypsies of modern Egypt.
    The Muslim World 23.3 (1933): 285-289. DOI
    Ghugar“ als Schmiede

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1)
Wurzel ie. *smēi-, *sməi-, *smī̌- ‘schnitzen, mit einem scharfen Werkzeug arbeiten’ DWDS
2)
vgl. Schlögl. Handwerk, Handel und Transport sind strukturell gekoppelt und verbunden durch Geld (Zahlung/Nicht-Zahlung
3)
also elementar, doch nicht unbedingt rein
4)
Erkennbar am hohen Nickelgehalt >4%, den terrestrisches Eisen nicht hat. Mt zunehmender Korrosion der Funde schwerer nachweisbar.
5)
Jørgen Jensen
Bronze og jern
2012Lex.dk
6)
Sigmund Oehrl
Wieland der Schmied auf dem Kistenstein von Alskog kyrka und dem Runenstein Ardre kyrka III.
In: Beiträge zur nordgermanischen Kultur- und Literaturgeschichte W. Heizmann, K. Böldl, H. Beck, (Hrsg.) Berlin, New York (Walter de Gruyter) 2009 ISBN 978-3-11-021869-5
Ludwig Buisson
Der Bildstein Ardre VIII auf Gotland: Göttermythen, Heldensagen und Jenseitsglaube der Germanen im 8. Jahrhundert n. Chr.,
Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philologisch-historische Klasse, 3. Reihe, 102 Göttingen 1976
7)
Berghaus, P. & Schneider, K.
Anglo-friesische Runensolidi im Licht des Neufundes von Schweindorf (Ostfriesland) Köln 1967, siehe auch wayland
8)
vǫldugr, veldugr, voldugr, valdugr
9)
Friedrich Wilhelm Bergmann
Die Edda-Gedichte der nordischen Heldensage
Strassburg, Trübner, 1879; SnE 1998, I, 24-5
10)
Margaret Clunies Ross, B. K. Martin
Narrative Structure and Intertextuality in Snorri’s Edda: The example of Þórr’s encounter with Geirrøðr
In: Lindow et al. 1986, 56-72, hier: 61, 67
11)
Leszek Gardeła
The Good, the Bad and the Undead New Thoughts on the Ambivalence of Old Norse Sorcery
in: Ney, Agneta. 2009. Á austrvega : Saga and East Scandinavia; preprint papers of the 14th International Saga Conference, Uppsala, 9th-15th August 2009. 1 1. Gävle: Gävle University Press
12)
Nedoma, Robert
Die bildlichen und schriftlichen Denkmäler der Wielandsage.
Göppinger Arbeiten zur Germanistik 490. Göppingen 1988: Kümmerle. zu Ardre VII S. 27-31.
Oehrl, Sigmund
Bildliche Darstellungen vom Schmied Wieland und ein unerwarteter Auftritt in Walhall.
In A. Pesch, R. Blankenfeldt (Hg.): Goldsmith Mysteries. The Elusive Gold Smithies of the North. Papers Presented at the Workshop Organized by the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA), Schleswig 2012, 20./21. Juni 2011. Schriften des Archäologischen Landesmuseums. Ergänzungsreihe 8. Neumünster: ZBSA, 279–335; Ardre VIII S. 284–287
Reymann, A.
Schwangere, Scharfrichter und Schamanen.
Überlegungen zur archäologischen Nachweisbarkeit in vermeintlich normierten Sonderbestattungen.
Spezialisierungen in der Bronzezeit: Archäologische Quellen und Modelle. Beiträge zur Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Bronzezeit auf der 83. Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung e. V. 18.-21. September 2016 in Münster, 4, 2020, 147
13)
Nieling, Jens
2009, S. 22
14)
beschrieben von Xenophon, von diesem auch Chaldäer (Chaldaoi Χαλδαίοι) genannt; Chaldäer hießen auch die babylonischen Priester und Sterndeuter
15)
Robert Eisler 1919, S. 74; Flinders 1915; Henninger 1989; Streck 1996
16)
Computertomographie, biochemische, biomolekulare und mikroskopische Analysen ihrer Kopfhaare, 3D-Visualisierungen
wiki/wanderschmied.txt · Zuletzt geändert: von Norbert Lüdtke

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