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wiki:synopse_entdeckungszeitalter

Synopse mit Zeitleiste zum Beginn des Entdeckungszeitalters

Zeitleiste zur Synopse Entdeckungszeitalter

Der Genuese Lanzarotto Malocello soll an der später Lanzarote genannten Insel vor 1336 gelandet sein, Genaueres ist nicht bekannt. 1341 schickte der portugiesische König Schiffe zur Erkundung, über die ein lateinischer Text von Bocaccio vorliegt, auf der Basis von Briefen, die Kaufleute aus Florenz in Sevilla geschrieben haben, welche sich wiederum auf Niccolò de Recco als Augenzeugen berufen, dessen Fahrt im Juli begann und viereinhalb Monate dauerte. Eine dritte Landung, diesmal durch katalanische Schiffe, erfolgte vor 1344. 1344 übertrug der Papst Clemens VI. die Kanarischen Inseln dem französisch-spanischen Prinzen Louis de la Cerda, der 1348 starb und niemals auf den Kanarischen Inseln war. Der portugiesische König Alfons VI. protestierte und berief sich auf die Fahrt von 1341.

Kastilien rivalisierte mit Portugal im nördlichem Afrika, wobei die Kanarischen Inseln einen Hebel bildeten. Nachem er Papst die Kanarischen Inseln Kastilien zugesprochen hatte, erwirkte Heinrich der Seefahrer von Papst Nikolaus V. die Bulle „Romanus Pontifex“, die den Portugiesen die Gebiete nahe Ceuta sowie südlich von Kap Bojador und Kap Não zusprach.

  • Ferreira, Diogo, Paulo Dias
    A vida e os feitos dos navegadores e descobridores ao serviço de Portugal (1419-1502).
    Verso da Kapa, 2017.

Genua 1339: Lancelotto Malocello

  • 1312–1332 soll Lancelotto Malocello (=Lanzarotto Molocello, wahrscheinlicher Namensgeber für die Insel Lanzarote), auf den Kanaren gewesen sein, auch als Händler, was wiederholten Schiffsverkehr unterstellt. Mit ihm lässt Ulbrich (S. 76–83) die konkrete Geschichtsschreibung über die Kanaren beginnen.
    • Der Kartenzeichner Angelino Dulcert (=Dalorto?) erwähnt die Insel Lanzarote nicht in seinem Portolan von 1325, wohl aber auf seiner Karte von 1339 und zeigt dort auch weitere zwei der kanarischen Inseln.
    • Monique Pelletier
      Le portulain d’Angelino Dulcert, 1339.
      Cartographica Helvetica. Fachzeitschrift für Kartengeschichte. 2.9 (1993/94) 23–31, Online.
  • Kanarische Inseln
    Ulbrich, Hans-Joachim
    Die Entdeckung der Kanaren vom 9. bis zum 14. Jahrhundert: Araber, Genuesen, Portugiesen, Spanier.
    Almogaren XX.1 (1989) 60-138. (Institutum Canarium), Hallein 1990, [updated 2006] PDF
    Der Autor hat akribisch zahlreiche Spuren zu den Kanaren verfolgt. Diese sind zwar oft nicht urkundlich belastbar, zeichnen jedoch ein plausibles Bild, dass ein geographisches Wissen über die Kanaren unter Seefahrern, Händlern und Herrschern kursierte und dass die navigatorischen Fähigkeiten sie zu erreichen fast immer vorhanden war. Das kaufmännische Interesse und der politische Wille nahmen jedenfalls ab dem 14. Jahrhundert deutlich zu.
  • Charles Verlinden
    Lanzarotto Molocello et la découverte portugaise des Canaries
    Revue belge de philologie et d'histoire, 36 (1958) 1173-1209.
  • Obenaus, Andreas
    Genuesen, Katalanen, Portugiesen. Die Anfänge der europäischen Atlantikexpansion
    S. 93−122 in: Alexander Marboe, Andreas Obenaus (Hg.): Seefahrt und die frühe europäische Expansion. Wien 2009.

Portugal 1341: da Recco

Giovanni Boccaccio erwähnt in seiner Sammlung „De Canaria et insulis reliquis ultra Hispaniam in Oceano noviter arters“ um 1342, dass Niccolò (=Niccoloso) da Recco aus Genua und der Florentiner Angiolino del Tegghia de' Corbizzi an einer Erkundungsfahrt teilgenommen hätten, die von Alfonso IV. von Portugal veranlasst worden sei. In diesem Bericht von da Recco finden sich auch die ersten Belege für Begriffe der Guanchensprache. Die darin genannte Entfernung von 1300 Kilometern von Sevilla zu den Inseln ist präzise. Die Kaufleute interessieren sich für den roten Farbstoff der Drachenbäume und andere Handelswaren.

  • David Abulafia
    Neolithic Meets Medieval: First Encounters in the Canary Islands
    in: Joan-Pau Rubies (Hg.): Medieval Ethnographies. European Perceptions of the World Beyond. London 2007: Routeledge.
  • Nathalie Bouloux, Odile Redon
    «Boccace,« de Canarie et d'autres îles nouvellement découvertes dans l'Océan, au large de l'Espagne.
    Traduction du latin et commentaire
    Médiévales, 47 (2004) 9-16. Online DOI
  • Bruscoli, Guidi
    Navegadores italianos e as ilhas atlânticas no De Canaria de Boccaccio.
    S. 117-126 in: O mar como futuro de Portugal (c. 1223–c. 1448). A propósito da contratação de Manuel Pessanha como Almirante por D. Dinis, Actas XV Simpósio de História Marítima. Academia de Marinha, 2019. Online mit umfangreichen Quellenangaben zu Niccoloso da Recco und Alvise Cadamosto.
  • Cave, Scott
    Communication and the Social History of Contact in the Spanish Atlantic, 1341-1602.
    The Pennsylvania State University, 2018. Online
    Der Autor zieht vergleichend heran Angelino Dulcert’s BL ms 25691 Karte, die Beschreibung von Al-Maqrizi über eine Genueser Unternehmung von 1339; Informationen über den Tod von Lanselot Malozèl in Zypern 1372; zwei Urkunden Lanzarotto Malocello beteffend und eine neue Übersetzung des al-Maqaddima von Ibn el Jaldun. Vor diesem Hintergrund setzt der Autor das Jahr der Wieder-Entdeckung der Kanaren auf 1339.
  • García, José Barrios
    Proyecto de catalogación de las fuentes escritas sobre las poblaciones bereberes de Canarias en los siglos XIV-XV.
    Coloquios de Historia Canario Americana (1996): 525-541. Online
  • Herrera Piqué, Alfredo
    Fuentes antiguas de la historia del Archipiélago: El relato de Niccoloso da Recco sobre Canarias (año 1341)
    La Caja de Canarias (Las Palmas de Gran Canaria) Mayo 1982, S. 6−8 Online
  • Alberto Quartapelle
    ¿Los portugueses fueron los primeros en redescubrir las Islas Canarias en 1334?
    Revista de Historia Canaria 206 (2024) 173−203. Online
    Papst Clemens VI. verlieh La Fortuna 1344 an den Katalanen Luis de la Cerda; dieser war selbst nie auf den Inseln. Dem gegenüber behauptete Alfons IV. von Portugal, dass seine Seefahrer die Kanarischen Inseln als Erste entdeckt hätten. Der Autor zieht zur Beurteilung Dokumente aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts heran. Außerdem verweist er auf drei neu aufgefundene Graffiti im Torre del Homenaje in Olivenza, Portugal, aus dem Jahr 1334.
  • Buenaventura Bonnet Reverón
    La expedición portuguesa a Las Canarias en 1341
    Revista de Historia, 62 (1943) 112-133
  • José Juan Batista Rodríguez, Encarnación Tabares Plasencia, Marcos Sarmiento Pérez
    La documentación en la literatura de viajes sobre Canariaslos viajeros de lengua alemana (y otros)
    S. 31-42 in: Dolores del Pino García Padrón, María del Carmen Fumero Pérez (Hg.): Tendencias en lingüística general y aplicada, 2010, ISBN 9783631604113.
  • Massimo Scaligero
    Niccoloso da Recco : Esploratore atlantico
    152 S. Milano 1942: Zucchi. [auch 2003]
  • Schmitt, G.
    Die Fahrt des Niccoloso da Recco zu den Kanarischen Inseln (1341).
    S. 47-53 in: Verlinden/Schmitt (Hg.): Die mittelalterlichen Ursprünge der europäischen Expansion, München 1986: Beck.

Spanien 1402: Béthencourt & la Salle

Die Franzosen Jean de Béthencourt (1362-1425) und Gadifer de la Salle (1355-1422) erobern die Kanaren für die kastilische Krone.
Zeitleiste des Seeweges nach Asien südöstlich um Afrika

Portugal 1444: Companhia da Lagos

Die Companhia da Lagos (→ Liste von Fernhandelsnetzwerken, nicht 'da Lagoa', auch nicht identisch mit der Companhia Africana dos Lagos von 1877) wurde 1444 in Lagos an der Algarve gegründet, nachdem 1443 Gil Eanes als Erster das Kap Bojador nicht nur erreicht sondern auch umschifft hatte. Schiffe dieser Companhia segelten 1444 zur Küste Mauretaniens und kamen am 8. August mit 235 Sklaven an Bord zurück nach Lagos. Damit erreichten die ersten versklavten Menschen Portugal (Crónica dos feitos da Guiné de Gomes Eanes de Zurara, vgl. Pimentel, 1995 und Henriques, 2009; zit. nach Neves).

Portugal 1482: Companhia da Guiné

  • Henriques, I. C.
    A Herança Africana em Portugal
    Edições dos CTT 2009
  • Fitzler, Hedwig
    Überblick über die portugiesischen Überseehandelsgesellschaften des 15.-18. Jahrhunderts.
    Vierteljahrschrift für Sozial-und Wirtschaftsgeschichte 24.3 (1931) 282-298.
    Die Autorin bemängelt die nahezu völlige Außerachtlassung dieses Themas (mit Ausnahme von: Tito August de Carvalho: Les colonies portugaises au point de vue commercial Commissão de Lisboa organisadora da representação portugueza na Exposição universal de 1900. Paris, 1900: Aillaud) und schreibt in Fußnote 3: „Ich beschränke mich deshalb auch hier auf einige wenige bibliographische und archivalische Angaben, da ich der genannten Studie eine nach Möglichkeit vollständige Quellenliste voranstellen werde.“
    Am Anfang steht die 1444 gegründete „Lagos-Kompagnie“ von Heinrich dem Seefahrer, dessen Bruder Don Pedro daran, Gil Eanes, Umsegler des Kap Bojador, und Estevão Affonso, zwei weitere Gesellschaften folgen, aber alle werden noch im 15. Jahrhundert wieder aufgelöst.
  • Neves, Maria, Almeida, Miguel, Ferreira Maria
    História de um arrabalde durante os séculos XV e XVI: o “poço dos negros” em Lagos (Algarve, Portugal) e o seu contributo para o estudo dos escravos em Portugal.
    S. 29–46 in: A Herança do Infante (2011). Online
  • Pimentel, M. R.
    Viagem ao fundo das consciências: a escravatura na Época Moderna
    Lisboa 1995: Edições Colibri.

Exkurs: Companhia, Casa & Feitoria

Das Organisationssystem bestand aus miteinander gekoppelten Subsystemen:

  • der Companhia
    z. B. …da Guiné, … da India, als privates Unternehmen von Gesellschaftern, das die Finanzierung übernahm
  • der Casa
    z. B. 1482 … da Mina, … da Guiné, 1498 … da India, als Handelskontor unter staatlicher Aufsicht zunächst an der Algarve, ab 1463 in Lissabon;
  • der Feitoria
    einer befestigten Handelsniederlassung in der Zielregion der Companhia.

Zeitleiste Feitoria nach Gründungsjahr

Name und Ort Lage (Region, Land) Kontinent Gründung Historischer Beleg
1445 Arguim Bucht von Arguim, Mauritanien Afrika Erste befestigte Feitoria außerhalb Europas
1462 Ribeira Grande Insel Santiago, Kap Verde Afrika
1482 São Jorge da Mina Elmina, Ghana Afrika Goldhandel
um 1485 Ugató (=Gwato, =Ughoton) Königreich Benin, Nigeria Afrika Handel mit Sklaven und Pfeffer
1493 São Tomé Insel São Tomé Afrika
1503 Cochin (Kochi) Malabarküste, Indien Asien Erste Feitoria in Asien (Fort Manuel)
1504 Cabo Frio Rio de Janeiro, Brasilien Amerika Erste Feitoria in Brasilien
1505 Sofala Küste von Mosambik Afrika Goldhandel
1505 Kollam (Coulão) Kerala, Indien Asien Pfefferhandel
1507/1515 Hormuz Straße von Hormus, Iran Asien Kontrolle der Schifffahrtsstraße
1510 Goa Konkan-Küste, Indien Asien
1511 Malakka Malaiische Halbinsel, Malaysia Asien Kontrolle der Schifffahrtsstraße
1522 Ternate Molukken, Indonesien Asien Handel mit Gewürznelken
1535 Diu Gujarat, Indien Asien
1557 Macau Kanton-Delta, China Asien
1571 Nagasaki Kyūshū, Japan Asien Handel mit Seide und Silber
  • Arlindo Manuel Caldeira
    Da costa ocidental africana a Lisboa: o comércio de escravos nos séculos XV e XVI
    Rossio: Revista Estudos de Lisboa 7 (2016): 63-79 Online
    • 1.1. A feitoria de Arguim
    • 1.2. As ilhas de Cabo Verde
    • 1.3. O reino do Benim
    • 1.4. As ilhas de São Tomé
    • 1.5. Os reinos do Congo e de Angola
    • 2.1. O quadro institucional
  • Arguim
    Elbl, Ivana
    Sand and Dreams: Daily Slave Purchases at the Portuguese Coastal Outpost of Arguim (Mauritania)(1519-1520): Full Raw Serialized Data Release, plus Context-Specific Annotations.
    Portuguese Studies Review 30.1 (2022) 325-354.
  • Ribeira Grande
    Bloch, Agata Natalia
    A Ribeira Grande de Cabo Verde-uma cidade cosmopolita do século XVI.
    Dissertação … de Mestre em História, … João Paulo Oliveira e Costa Universidade Nova de Lisboa 2016. 105 S. Online
  • São Jorge da Mina
    Boscariol, Mariana
    São Jorge da Mina and Macao: a comparative reappraisal of European encounters.
    Journal of the British Academy 9.s4 (2021) 32-57.
  • Ugató
    Mota, A. T.
    Novos elementos sobre a acção dos portugueses e franceses em Benim na primeira metade do século XVI
    Bissau: Separata do Boletim Cultural da Guiné Portuguesa, 7.27 (1952) 525-531
  • São Tomé
    Caldeira, Arlindo Manuel
    The Island Trade Route of São Tomé in the 16th Century: Ships, Products, Capitals.
    S. 55-76 in: Nunziatella Alessandrini, João Teles e Cunha (Hg.): Crossing Borders: The Social and Economic Impact of the Portuguese Maritime Empire in the early Modern Age (2021). Online

Alvise Cadamosto 1432−1483

Alvise Cadamosto aus Venedig war zunächst Fernhändler, dann leite er von 1454 bis 1463/64 Erkundungsfahrten für den portugiesischen Infanten Heinrich, 'der Seefahrer'. Wieder in Venedig, kommandierte er eine Handelsflotte. 1455 und 1456 segelte er von Lissabon über Madeira und die Kanarischen Inseln bis zum Gambia-Fluss und den Bijagós-Inseln. Außerdem fügte Cadamosto den Bericht von Pedro de Sintras um 1461, an, der die Gebiete der heutigen Staaten Sierra Leone und Liberia erreichte. Am Gambia-Fluss sah und beschrieb er das Sternbild Kreuz des Südens „carro dell'ostro“, das als Südzeiger bei der Navigation genutzt wird, wenn der Polarstern nicht mehr zu sehen ist.

  • Cadamosto, Alvise
    Sensuyt le nouveau monde & navigations faictes par Emeric Vespuce Florentin. Des pays & isles nouvellement… zuerst gedruckt von Montalboddo Fracan (= Fracanzano) in Paesi Nouamente retrouati…Reisesammlungen 1507

Portugal 1488: Cap Agulhas

Bartolomeo Dias erreicht mit seinem Piloten Pêro de Alenquer das Kap der Stürme (später: Kap der Guten Hoffung) und erreicht am Cap Agulhas, den südlichsten Punkt Afrikas, an dem Indischer Ozean und Atlantik aufeinander treffen.
Zeitleiste des Seeweges nach Asien südöstlich um Afrika

Portugal 1498: Indien

1497–1498 erkundet Vasco da Gama (ca 1469–1524) mit seinem Piloten Alenquer den weiteren Verlauf der Küste bis Natal, Mosambik und erreicht Mombasa und Malindi an der Küste Kenias. Mit Hilfe eines arabischen Piloten finden sie den Seeweg bis Calicut in Indien. Dort landen sie am 28. Mai 1498.
Zeitleiste des Seeweges nach Asien südöstlich um Afrika

Portugal 1584–1590: Weltumrundung

Der Portugiese João da Gama (um 1540 – nach 1591) vollbrachte zwar die erste portugiesische weitgehend maritime Weltumrundung, jedoch nicht gezielt im Auftrag, sondern in Etappen, auf verschiedenen Schiffen und nicht immer unter eigener Führung. Er startete 1584/85 in Lissabon, segelte in östlicher Richtung um das Kap der Guten Hoffnung und via Indien und zu den Molukken und Macau, deren beider Capitão er war. 1589–1590 fuhr er mit einem eigenen Schiff über Japan und den nördlichen Pazifik nach Acapulco (Mexiko). Als Gefangener (weil er gegen Handelsverbote verstoßen hatte) erreichte er Sevilla auf einem spanischen Schiff und starb, bevor der Prozeß abgeschlossen wurde. Er war damit einer der Ersten, die die Erde in östlicher Richtung umrundeten und vielleicht derjenige mit der nördlichsten Route, nördlich von Hokkaido und nahe den Kurilen und Aleuten. Sowohl Quellen als auch Literatur dazu sind mager.

  • da Cunha Rocha, Carolina
    De trotamundos a mediadores culturales: maestros del movimiento en la ruta transpacífica (1513-1696).
    Sincronías barrocas (siglos XVI-XVIII) (2024): 43. Online

Frankreich 1592−1609: Weltumrundung

Pierre-Olivier Malherbe (1569–1616) umrundete als Erster die Erde auf dem Landweg in westlicher Richtung: Mexiko, Panama, Peru, Bolivien, Feuerland, Philippinen, China, Malaysia, Indien, Tibet, Usbekistan, Afghanistan, Persien, Arabische Halbinsel, Syrien, Marseille.

  • Erwähnt in Bergeron 1629, S. 197−199, ausführlich in der französischen Wikipedia
  • Georges-Gustave Toudouze
    Le premier des globe-trotters
    Éditions André Bonne, 1955. [Biographie]

Spanien 1670−1679: Weltumrundung

Die erste weitgehend terrestrische Weltumrundung in östlicher Richtung gelang dem spanischen (Aragon) Priester Pedro Cubero (1645− um 1697): via Paris, Venedig, Warschau, Moskau, Istanbul, Astrachan, Isfahan, Bandar Abbas, Surat, Goa, Colombo, Mylapore, Malakka, Philippinen, Peking, Molukken, über den Pazifik nach Acapulco, über Land nach Veracruz, Havanna und über den Atlantik nach Cádiz.

  • Pedro Cubero Sebastián
    Breve relación de la peregrinación que ha hecho de la mayor parte del mundo Don Pedro Cubero Sebastian… con las cosas más singulares que le han sucedido y visto entre tan bárbaras naciones, su Religión, Ritos, Ceremonias y otras cosas memorables y curiosas que ha podido inquirir, con el viaje por tierra, desde España hasta las Indias Orientales
    10 Bl., 360 S. Madrid 1680: Juan García Infançón. Online; Online (Neapel 1682)
  • Alba Sanz, Ramón
    Viajes y circunstancias de Pedro Cubero Sebastián
    Isimu 9 (2006) 89-105 Online
  • Zuzankiewicz, Marta Piłat
    El misionero aragonés Pedro Cubero Sebastián en Polonia: un relato del viaje realizado en 1674.
    Itinerarios 24 (2016) 263-280. Online

Spanien 1789−1794: Malaspina-Expedition

Gebürtig in der Toskana, stand Alessandro Malaspina di Mulazzo (1754–1810) als Navigator in spanischen Diensten. Er leitete zusammen mit José de Bustamante y Guerra (1759-1825) die später nach ihm benannte Malaspina-Expedition mit den Fregatten Descubierta and Atrevida und dem geographischen Hauptziel, die amerikanischen Küsten von Patagonien bis Alaska zu erforschen. Speziell sollte auch der Hinweis auf eine Nordost-Passage überprüft werden, die der spanische Seefahrer Lorenzo Ferrer Maldonado (1557-1625) beschrieben hatte (Relación del descubrimiento del estrecho de Anián, 1588). Daraus wurde zudem eine Weltumsegelung. Politisch sollten die spanischen Überseegebiete durch umfassende Forschungsergebnisse gesichert werden. Sie war auch eine Gegenmaßnahme zur russischen Mulovsky-Expedition, die die Gebiete von Russisch-Amerika hätte erforschen und abgrenzen sollen, jedoch 1787 abgesagt wurde. Damit kennzeichnet diese Expedition auch den Übergang von Entdeckungsfahrten zu Forschungsexpeditionen. Sie wurde begleitet vom Botaniker Luis Née, dem Naturforscher Thaddäus Haenke (1790 bis 1793) und mehreren Expeditionsmalern (siehe dort 1789) unter José del Pozo. Alle Ergebnisse blieben in spanischen Archiven rund 200 Jahr unpubliziert. Mehr dazu siehe die Ausstellungen:

  • 1984 La expedición Malaspina 1789-1794 : viaje a América y Oceanía de las corbetas „Descubierta“ y „Atrevida“
  • 1987 La Spedizione Malaspina in America e Oceania, 1789-1794
  • 1989 La botánica en la expedición Malaspina 1789-1794
  • 1991 Enlightened Voyages: Malaspina and Galiano on the Northwest Coast, 1791-1792
  • 1992 Im Hafen der Enttäuschung: in Tropen und Treibeis - Die Malaspina-Expedition
  • 1993 To the south sea : the Malaspina expedition 1789-1794 : Australia - Nueva Zelanda, 1993-1994
  • 2010 España explora : Malaspina 2010 : cambio global y biodiversidad en el océano
  • Pedro de Novo y Colson (Hg.)
    Viaje político-científico alrededor del mundo por las corbetas Descubierta y Atrevida al mando de los capitanes de navío D. Alejandro Malaspina y Don José de Bustamante y Guerra desde 1789 á 1794
    publicado con una introducción por Pedro de Novo y Colson, teniente de navío, Académico correspondiente de la Real de la Historia. Segunda edición Madrid 1885: Imprenta de la Viuda é Hijos de Abienzo. Online
  • Donald C. Cutter
    Malaspina & Galiano: Spanish Voyages to the Northwest Coast, 1791 & 1792,
    University of Washington Press, 1991, ISBN 0-295-97105-3.
  • Andrés Galera Gómez
    Las corbetas del rey - el viaje alrededor del mundo de Alejandro Malaspina (1789-1794)
    Bilbao 2010: Fundación BBVA, ISBN 978-8-492-38469-3.
  • Sánchez Ramos, Valeriano; Viciana Martínez-Lage, Alfonso
    Un viaje al Ártico en el siglo XVI. Lorenzo Ferrer Maldonado y el Estrecho de Anián.
    Boletín de la Real Sociedad Geográfica, 160 (2023) 113-146
  • Nautica Digital mit einer Karte der Segelstrecken

Synopse

Portugal Spanien England Niederlande Frankreich Russland Preußen Dänemark Österreich Italien
Erkundung: Kanaren 1341 1402 1339
Erkundung: Süden 1415
1488
1498
Fernhandel 1444 1484 1552
Merchant Venturers
Ab 1595
1602 VOC
1604/1674
Colbert
1682
BAC
1616
Danish East
India Company
Erkundung: Westen 1492
Columbus
1497
Caboto
1523
Varrazzano
1534
Cartier
1601
Pyrard/Martin
1473
Grönland
Kolonie
Eroberung
1584-90
Roanoke
1541
De Roberval
1580
Jermak T.
Weltum-segelung 1584–90 1519–22
Magellan
1577–80
Drake
1598–1601
Van Noort
1766–1769
Bougainville
1803–06
von Krusenstern
1822–24
Mentor
1845–47
Galathea-E.
1857–1859 Novara
Wüllerstorf-U.
Expedition (maritim) 1789−94 1703–04
Dampier
1767–69
Bougainville
1733–1743
1. Kamtschatka-E.
Expedition (Land) 1768
Kalifornien
1720–27
Messerschmidt
1799−
Humboldt/Bonplandt
Naturforscher 1789−94 1766–69
Bougainville
1733–43
1. Kamtschatka-E.
Vermessung 1735
Godin/Condamin
1733–43
1. Kamtschatka-E.
Weltum-rundung 1670-79 1592−1609 1693−98
Gemelli-Carreri
wiki/synopse_entdeckungszeitalter.txt · Zuletzt geändert: von Norbert Lüdtke

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