H. S. Falk, Alf TorpNorwegisch-dänisches ethymologisches Wörterbuch, C. Winter 1911
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Der Schlitten hat seinen Namen von seiner eigentümlichen Bewegungsform, dem gleitenden Schleifen, Schliddern auf einem schmierigen, schlüpfrigen, schleimigen Untergrund: nicht nur Eis und Schnee, sondern auch Lehm und Sand.
Sein wesentliches Merkmal sind die Kufen; sie ermöglichen dem Fahrzeug zu spuren und eine Richtung zu halten. Die Last braucht den Untegrund nicht zu berühren und bleibt unbeschädigt, das mindert den Reibungsverlust.
In den skaninavischen Sprachen heißt der Schlitten auch kane, kana 1), wörtlich eine schwimmende Schale, davon leitet sich auch das deutsche Kahn ab, also ein flachbodiges Wasserfahrzeug für geringe Tiefen, das sich ebenso staken wie ziehen lässt. Steht ein solcher Kahn auf Kufen, ergibt dies den parallelkufigen Flachschlitten.
Auch das Russische verbindet Schlitten (kreni) mit Booten (krenit', krenju „ein Boot auf die Seite legen“, kren' „Schiffskiel“) 2)
H. S. Falk, Alf TorpJürgen Udolph